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Landesverband der Köche Nord
Hamburg, Schleswig-Hostein, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen
Leckeres zum Stadtjubiläum
WÜSTMARK - Eine Forellen-Krebsroulade auf Linsensalat mit Rucola als Vorspeise, gefüllte Entenbrust mit karamellisierten Steckrüben und Maisgrießtörtchen als Hauptgang, gefolgt von Ziegenfrischkäsemousse mit marinierten Beeren - dieses Menü bescherte Jungkoch Michael Stein aus dem Weinhaus Gebrüder Krömer den Sieg beim 4. Cup der Schweriner Köche. Damit verwies er Swantje Klipp, Auszubildende im dritten Lehrjahr im Schweriner Fernsehturm, und Daniel Wendt, Koch im zweiten Lehrjahr im Ramada-Hotel, auf die Plätze.
Unter dem Motto "Schwerin kocht zur 850-Jahrfeier auf" hatte der Verein der Schweriner Köche junge Nachwuchsköche zum Wettstreit in die Räume der FAA Bildungsgesellschaft Nord in Schwerin-Süd geladen. Die Aufgaben waren nicht leicht: Die sechs Azubis und Jungköche im Alter bis zu 23 Jahren - neben den drei Besten kochten noch Bodo Habermann von der Start GmbH sowie Oliver Grunert und Dennis Preuß von Winston Golf mit - mussten ein Drei-Gang-Menü kreieren, das für sechs Portionen ausgelegt war. Aus einem umfangreichen Warenkorb frischer Produkte aus der Region konnten sie sich bedienen. Pflichtrohstoffe waren Forelle und Krebsschwanzfleisch für die Vorspeise, Entenkeule oder -brust für den Hauptgang und Ziegenfrischkäse für das Dessert.
Als am Sonnabend gegen 12.30 Uhr die Sponsoren des Wettbewerbs und die Chefs der Restaurants und Einrichtungen, in denen die Nachwuchsköche lernen und arbeiten, an der festlich gedeckten Tafel Platz nahmen, hatten die sechs Kandidaten, die durch Servicekräfte ihrer Heimatbetriebe unterstützt wurden, schon sechs Stunden harter Arbeit hinter sich. "Natürlich ist es wichtig, wie das Menü am Ende aussieht, schmeckt und präsentiert wird", erklärt Georg Schmelzer, erster Vorsitzender des Vereins der Schweriner Köche. "Besonders wichtig ist aber der Weg dorthin, wie organisiert der Jungkoch arbeitet." Für die Jury mit Dirk Frymak (Altschweriner Schankstuben), Ralph Steiner (Schweriner Bildungswerk), Hartmut Haase (Grone Bildungszentrum Lübeck) und Mathias Pingel (Weinhaus Gebrüder Krömer) war deshalb nicht nur die Kreativität und das Farbenspiel innerhalb des Ganges von Interesse, sondern auch die Einsatzmöglichkeit des Essens im Betrieb und die durch die verwendeten Produkte gezeigte Verbundenheit zur Region Schwerin-Mecklenburg.
"Die Teilnehmer an diesem exklusiven Wettbewerb haben gezeigt, dass sie bereit sind, sich den höheren Anforderungen zu stellen", sagt Schmelzer. "Der Cup der Schweriner Köche kann so nicht nur eine hervorragende Vorbereitung auf die IHK-Prüfung sein, sondern auch ein berufliches Sprungbrett werden." Bereits vier Sieger des Cups haben die Hürden der Qualifikation über Regional- und Landesmeisterschaften bis zu dem einzigen Starter aus MV bei den Deutschen Meisterschaften geschafft.
Dass die fast allgegenwärtigen Fernsehköche zu einem Ansturm auf den Beruf Koch geführt hätten, kann Georg Schmelzer nicht bestätigen. "Aber der Berufsstand Koch erhält seitdem auf jeden Fall mehr öffentliche Anerkennung." Er selbst schaue sich auch gern solche Shows an.
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