Aus dem Landesverband

Köche Nord im Tagungsmodus. Der VKD-Landesverband Nord hat sich am letzten Mai-Wochenende 2021 zu seiner Frühjahrstagung getroffen. Dabei wurde nicht nur der Vorstand gewählt, auch die beiden Präsidentschaftskandidaten für die VKD-Präsidiumswahl haben sich vorgestellt. Nach langen Monaten ohne Präsenztermine hat sich der Landesverband der Köche Nord Ende Mai zu seiner Frühjahrstagung in Lübeck getroffen. „Die aktuellen Corona-Zahlen sowie die Räumlichkeiten haben das glücklicherweise zugelassen“, sagt Landesverbandsvorsitzender Thomas Friess. Außerdem waren die rund 20 Teilnehmenden alle vorab getestet. Es wurden zahlreiche Themen besprochen, Pläne für die Zukunft geschmiedet und gemeinsam überlegt, wie die Mitglieder dem Landesverband nach der Pandemie wieder neuen Schwung verleihen können. Auch die beiden Anwärter für das VKD-Präsidentenamt, Daniel Schade und Ralf B. Meneghini, kamen aus Berlin beziehungsweise Baden-Württemberg angereist, um sich ihre Ziele vorzustellen. Dabei standen sie ihren Verbandskolleg:innen Rede und Antwort. „Durch die Präsenzveranstaltung konnten die Teilnehmenden die beiden Kandidaten direkt ansprechen und es entstand eine interessante Diskussion“, so Thomas Friess. Im Stream zugeschaltet war außerdem Thorben Grübnau, Vizepräsidentschaftskandidat für den Block Nord. Neuer, alter Vorstand Während auf Verbandsebene im August online gewählt wird, hat der Landesverband vor Ort über die Besetzung seines Vorstands abgestimmt. Erster Vorsitzender und damit Teil des VKD-Gesamtvorstands bleibt Thomas Friess. Zum zweiten Vorsitzenden wurde Johann Grassmugg, amtierender VKD-Vizepräsident, gewählt. In ihrem Amt als Jugendwarte bestätigt wurden Holger Mootz, Karsten Wiegand, Georg Aechtner und Ole Herrmann. Auch auf den Positionen Schriftführer und Kassenwart gab es keine Veränderungen: Uwe Langbehn und Andreas Viehstädt übernehmen die Ämter jeweils für weitere vier Jahre. „Ich freue mich, dass wir im Vorstand die angefangene Arbeit gemeinsam weiterführen können“, sagt Thomas Friess. „Es macht einfach Spaß, sich für die Kolleg:innen einzusetzen. Der Rückhalt aus Landesverbandsreihen bestätigt unsere Arbeit.“ 

Grußwort zum Jahreswechsel: Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, noch immer bin ich ein wenig ratlos, was ich Ihnen/Euch am Ende dieses äußerst seltsamen Jahres schreiben, raten oder mitteilen sollte und möchte. Vieles geistert mir im Kopf herum, Ideen (manche so unsinnig, dass ich sie gar nicht erst weiterverfolge), Trübsinn (ebenso unsinnig, also verwerfe ich ihn gleich wieder), Zuversicht (keimt auf und ich versuche sie mit allen Mitteln zum Bleiben zu überreden, was mir zugegebenermaßen nicht immer gelingt), Hoffnung (habe ich täglich, mal mehr und mal weniger ausgeprägt), aber auch Verzweiflung (verbiete ich mir stets, kommt trotzdem immer wieder). Dabei hat unser Jahr so erfolgreich und energiegeladen mit IKA/Olympiade begonnen, nur um anschließend in eine Schockstarre zu verfallen, die wir niemals für möglich gehalten hätten. Ein angeordnetes, verzweifeltes Innehalten, weil ein kleiner Virus uns geißelt. Die Erinnerungen an jene unbeschwerten Tage in Stuttgart sind noch so gegenwärtig und doch scheinen sie unendlich weit weg. Wie aus einer anderen Zeit. Und was soll ich sagen, genau das sind sie auch. Aus einer anderen Zeit. Denn nun hat eine neue Zeitrechnung begonnen; es gibt die Zeit vor Corona und die Zeit nach Corona. Die eine wird dabei aber nie so sein wie die andere. Genau das ist es, was wir uns vergegenwärtigen müssen. Fast unvorstellbar. Aber dennoch wahr. Die letzten Monate haben uns gezeigt, wie kreativ wir Menschen werden können, wie anpassungsfähig wir sind und wie hilfsbereit wir miteinander umgehen. Dennoch bleibt es für jeden einzelnen eine Gradwanderung zwischen Helfen und sich selbst gefährden. Denn erwischen kann dieses Virus jeden. Was aber nicht bedeutet, dass Nichtstun die bessere Lösung wäre. Weitgefehlt. Nichtstun bedeutet Untergang. Moralischen, wirtschaftlichen und ethischen. Stattdessen ist Umdenken gefragt. Einfälle, mögen sich auch noch so seltsam sein, weiterdenken. Ausprobieren, testen und neue Wege suchen. Prioritäten verschieben. Unwichtiges endlich sein lassen. Seine eigene Wertigkeit und Wichtigkeit anders definieren. Ziele setzen. Und die Segel gleich mit. Auf zu neuen Ufern! Nichts wird mehr so werden wie es einstmals war. Gehen wir es an und machen die neue Zeit besser! Ich wünsche Ihnen/Euch ein schönes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch in das Jahr 2021 und kann nur allen dringend raten: Bleibt gesund! Thomas Friess 1.Vorsitzender Landesverband Köche Nord

Sorge um den Kochberuf

Statement zum Stellenwert von Köchinnen und Köchen. Aus der Sicht des VKD ist der Kochberuf ein Gewinn für die Gemeinschaft und relevant für eine zufriedene Gesellschaft. Keine Gesellschaft ohne Köche. Der Beruf Koch/Köchin gehört nicht zur Gruppe der systemrelevanten Berufe. Die Relevanz im Alltag ist dennoch enorm. Beim täglichen Besuch im Betriebsrestaurant, bei der Versorgung von Schülern und Senioren oder bei öffentlichen wie privaten Veranstaltungen. Ob dort oder an Wochenenden, Feiertagen und bei Ereignissen wie Hochzeit, Konfirmation & Co.: Köchinnen und Köche sind von Bedeutung. Sie versorgen Menschen, sie verarbeiten Lebensmittel und sie nehmen Ernährung ernst. Sie beherrschen ein Handwerk, das positiv auf andere wirkt und Gutes ausrichtet. Sie scheuen sich nicht vor einem hohen persönlichen Einsatz, sie haben den Willen und die Leidenschaft, große Belastungen auszuhalten und die „extra Meile“ zu gehen. „Die Kultur des Kochens und des Gastgebens ist wichtig für den Zusammenhalt und die Zufriedenheit einer Gesellschaft“, findet Siegfried Arlt, Mitglied im Vorstand des Verbands der Köche Deutschlands e. V. (VKD) und Vorsitzender des VKD-Landesverbands Bayern. „Das Wissen um eine gute Ernährung und die Bereitschaft, für andere da zu sein, sind essentielle Werte für ein ausgeglichenes Miteinander.“ Dennoch sind viele Köchinnen und Köche in Deutschland Niedrigverdiener, ein Umstand, der in Zeiten von Kurzarbeitergeld gravierende Folgen für deren Leben hat. Das gilt insbesondere für Koch-Auszubildende. Einige Experten prognostizieren einen Neubeginn, einen Systemwechsel und eine neue Form des gesellschaftlichen Zusammenlebens nach der Krise. Dafür könnten wir jetzt den Grundstein legen, wenn wir wollten. Wir in den Küchen und wir in der Gesellschaft. Einerseits mit Leistungskraft und zukunftsfähigen Ideen – andererseits mit Wertschätzung und einer Mindestsicherung dieser Berufsgruppe. „Der Beruf des Kochs und der Köchin ist ein Gewinn für die Gemeinschaft“, betont Siegfried Arlt. „Sein Stellenwert ist hoch einzuschätzen und der Nutzen breit angelegt.“ Teaser „Die Kultur des Kochens und des Gastgebens ist wichtig für den Zusammenhalt und die Zufriedenheit einer Gesellschaft.“ Text: Aina Keller

Jugendcamp 2020 Olympiade der Köche in Stuttgart

Das Jurorenseminar fand am 29. Januar 2020 im RBZ Soziales und Ernährung in Kiel statt. Holger Mootz, selbst Erfahrener Juror, zeigte auf was wichtig ist wenn Kochleistungen bewertet werden müssen. 6 Teilnehmer zeigten sich Interessiert und konnten erlerntes im Parallel stattfindetem Citti Pokal umsetzten.

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